FAQ

Schnelle Antworten zu Vorgehen, Daten, Fertigung, Qualität und Zusammenarbeit. Wenn deine Frage nicht dabei ist: Projektanfrage oder ruf uns gerne einfach an.

Positionierung & Leistungsbild

Seid ihr ein klassischer 3D-Druckdienstleister?

Nein. Additive Fertigung ist bei uns ein Werkzeug im Maschinen- und Vorrichtungsbau. Wir liefern Lösungen, nicht nur Druckzeit: Konstruktion, Auslegung, Iteration, Montage, Integration und bei Bedarf Skalierung über /Lieferanten.

Welche Arten von Projekten passen am besten?

Funktionale Baugruppen, Vorrichtungen, Zuführkomponenten, Greifer, Schutz-/Abdeckteile, Prototypen für reale Belastung, Retrofit-Teile, Montagehilfen, Kleinserien, sowie präzise Architekturmodelle aus Planungsdaten.

Was ist ein typisches Ergebnis eurer Arbeit?

Ein montierbares Teil oder eine Baugruppe inkl. Zeichnung/STEP, abgestimmter Material- und Fertigungsstrategie, definierter Schnittstellen und belastbarer Dokumentation – optional mit Beschaffung und Montage.

Übernehmt ihr auch reine Konstruktion ohne Fertigung?

Ja, wenn klar ist, wofür konstruiert wird (Lasten, Umgebung, Stückzahl, Fertigungswege). Reine CAD-Dienstleistung “ohne Randbedingungen” ist meist ineffizient und endet in Schleifen.

Macht ihr Serienfertigung?

Kleinserien ja. Für größere Stückzahlen bereiten wir das Produkt so vor, dass es wirtschaftlich gefertigt werden kann (Make-or-Buy, Material, Toleranzen, Lieferkette) und skalieren dann über Netzwerk (DE/EU/Asien) – je nach Anforderung.

Projektstart & Daten

Was braucht ihr für einen sauberen Projektstart?

Kurz und hart: Funktionsbeschreibung, Schnittstellen/Einbauraum, Lasten, Umgebung (Temperatur, Medien, UV, ESD, Chemie), Stückzahl, Termin, sowie vorhandene CAD-Daten (STEP/Parasolid bevorzugt).

Welche Dateiformate könnt ihr verarbeiten?

3D: STEP, Parasolid, IGES, STL (für Druck nur bedingt), 2D: DXF/DWG/PDF. Für Architekturmodelle zusätzlich: Revit-Exports, Rhino/Grasshopper-Geometrien, saubere IFC/OBJ je nach Datenstand.

Warum ist STL oft ungeeignet für Konstruktion?

STL ist eine Dreiecksfläche ohne echte Features/Parametrik. Änderungen, Passungen und saubere Ableitungen (Zeichnung, Toleranzen) sind damit unnötig schwer. Für Druck ok – für Engineering-Iterationen meist Mist.

Könnt ihr mit unvollständigen Daten starten?

Ja, aber dann müssen wir zuerst Anforderungen schließen (Messung, Reverse Engineering, einfache Lastannahmen). Das spart später Ärger. Ohne Mindestinfos (Funktion + Einbauraum) ist es blind.

Wie geht ihr mit Vertraulichkeit um?

Standard ist vertrauliche Behandlung. NDA ist möglich. Sensible Daten sollten als “Need-to-know” übergeben werden: nur das, was für Funktion/Fertigung nötig ist.

Wie schnell bekommt man ein erstes Konzept?

Abhängig von Komplexität und Datenlage. Bei klaren Anforderungen oft sehr schnell: Skizze/Ansatz, grobe Fertigungsstrategie, und ein erster CAD-Stand als Basis für die nächste Iteration.

Werkstoffe & Auswahl

Nach welchen Kriterien wählt ihr Materialien aus?

Belastung, Temperatur, Medien, Verschleiß, ESD, UV/Outdoor, Montage/Steifigkeit, Toleranzbedarf, Kosten und Stückzahl. Nicht “was gerade im Drucker liegt”.

Welche technischen FDM-Werkstoffe sind typisch?

ABS/ASA, PC/PC-Blends, Nylon (PA), faserverstärkte Varianten (CF/GF), sowie spezielle tribologische oder ESD-Materialien – je nach Anwendung.

Wann macht Resin Sinn?

Für hohe Detailtreue, kleine Bauteile, Form-/Passungsmodelle, Anschauungs- und Architekturmodelle, Gussmodelle. Für harte Maschinenbaubelastung ist Resin je nach Harz oft begrenzt.

Was bedeutet “Hybridbauweise” bei euch konkret?

Funktion und Kosten trennen: günstige Trägerstruktur + lokale Funktionszone (z. B. elastische Auflage, ESD-Kontakt, Gleitfläche), oder Druckteil + Metallrahmen/Laschteile/Einpressmuttern/Passflächen.

ESD-Bauteile: Was ist realistisch?

Leitfähig/ableitfähig ist möglich, aber es braucht definierte Ableitung (Kontaktpunkte, Erdung, Oberflächenzustand). Nur “ESD-Filament” ohne Konzept ist Selbstbetrug.

Outdoor/UV/Wetter: Worauf achtet ihr?

UV-Stabilität (z. B. ASA), Temperaturwechsel, Wasseraufnahme (PA), Spannungsrisse und geeignete Oberflächen. Bei Bedarf wird das Teil so konstruiert, dass es nicht “arbeitet” wie ein Segel.

Fertigung, Qualität & Toleranzen

Welche Toleranzen sind mit 3D-Druck realistisch?

Kommt auf Verfahren, Bauteilgeometrie, Orientierung und Nacharbeit an. Für präzise Passungen planen wir bewusst Nacharbeit ein: Reiben, Planflächen, Einpress-/Gewindeeinsätze, Metallbuchsen oder definierte Passstücke.

Wie stellt ihr Maßhaltigkeit sicher?

Durch konstruktive Maßnahmen (Referenzen, Aufspannflächen), sinnvolle Orientierung, kontrollierte Wandstärken, und wo nötig Nacharbeit. Maßhaltigkeit ist ein System, kein Glück.

Könnt ihr Gewinde in Druckteilen liefern?

Ja: direkt gedruckt (nur für leichte Belastung), Gewindeeinsätze (Heat-Set/Einpress), oder Metallmuttern/Buchsen. Für Maschinenbau ist Einsatzlösung oft Standard.

Welche Nacharbeit ist möglich?

Bohren, Senken, Reiben, Einpressen, Montage, einfache Passungsbearbeitung, Entgraten, Verschrauben, Kleben – abhängig vom Bauteil und Material.

Wie geht ihr mit Verschleiß/Gleitstellen um?

Entweder durch geeignete Tribo-Materialien, austauschbare Verschleißteile, oder klare Trennung: Gleitfläche als Insert/Pad statt gesamte Struktur “teuer”.

Was ist bei Temperatur/Hitze entscheidend?

Nicht nur Erweichung, sondern auch Kriechen unter Last, Wärmeausdehnung, Medien und Montagevorspannungen. Für Hitze: PC/PA-Varianten, ggf. Metallhybrid oder alternative Fertigung.

Macht ihr Abnahme/Tests?

Wo sinnvoll: Funktionsproben, Montagecheck, Belastung im Rahmen der verfügbaren Infrastruktur. Für formale Prüfpläne braucht es definierte Kriterien und Messmittelumfang.

Zuführtechnik & Sondermaschinen

Könnt ihr Vibrationswendelförderer wirklich verbessern?

Ja, wenn man das Problem sauber beschreibt: Teilgeometrie, Zielorientierung, Takt, Störfälle. Additiv hilft für schnelle Geometrie-Iterationen und Abstreifer/Leitschienen, aber der Gesamtaufbau muss stimmen.

Wann lohnt sich 3D-Druck in der Zuführung?

Bei komplexen Konturen, schnellen Iterationen, kleinen Serien, Testaufbauten und Funktionsflächen. Für reine Standard-Blechkonstruktion ist Druck nicht automatisch sinnvoll.

Übernehmt ihr Retrofit in bestehenden Anlagen?

Ja: Austausch/Verbesserung von Greifern, Abdeckungen, Zuführkomponenten, Montagehilfen, Adapter – inklusive Schnittstellenklärung.

Macht ihr komplette Sondermaschinen?

Je nach Umfang: von Konzept und Teilautomatisierung bis zu vollständigen Zellen (Pick-and-Place, Beladung, einfache Handlings). Größere Umfänge skalieren wir über .

Architektur

Welche Daten braucht ihr für Architekturmodelle?

Idealerweise saubere 3D-Planungsdaten (BIM/CAD). Wichtig: Maßstab, gewünschter Detaillierungsgrad, Schnitt/Öffnungen, und was “weg” darf (Innenleben, Details) damit das Modell baubar bleibt.

Wie verhindert ihr, dass Modelle “zu filigran” werden?

Konstruktive Aufbereitung: Mindestwandstärken, modulare Zerlegung, versteckte Verstärkungen, sinnvolle Fügungen, Transportfähigkeit und Montagezugänglichkeit.

Könnt ihr Schnittmodelle und modulare Bauweise?

Ja. Schnittkanten werden bewusst konstruiert, nicht einfach “abgesägt”. Module werden so gestaltet, dass sie wiederholbar, stabil und montierbar sind.

Maschinenliste, Verfahren & Kapazität

Warum ist eure Maschinenliste relevant?

Weil sie zeigt, welche Verfahren schnell intern möglich sind und wo schaften sinnvoll sind (z. B. SLS, Großformat, Beton). Entscheidend ist am Ende aber das Ergebnis, nicht die Marke des Druckers.

Könnt ihr Großformat / Pellet-Extrusion / Beton-3D-Druck liefern?

Je nach Projekt: direkt oder über . Wichtig ist die Anforderung: Funktion, Toleranz, Nacharbeit, Logistik. Großformat heißt nicht automatisch “billig” oder “einfach”.

Was ist bei Beton-/UHPC-Themen eure Rolle?

Konstruktiver Maschinenbau-Blick: Schnittstellen, Befestigung, Einleger, Vorrichtungen, Prozesstechnik, Machbarkeit. Fertigung erfolgt oft in Kooperation mit spezialisierten n.

Beschaffung & Skalierung

Warum bietet ihr strategischen Einkauf an?

Weil Technik ohne Kostenstruktur häufig scheitert. Wir bewerten Make-or-Buy früh, strukturieren Kosten und beschaffen montagefertige Baugruppen statt Einzelteile-Chaos.

Welche Fertigungs nutzt ihr typischerweise?

Je nach Bedarf: Laser/Abkant, Drehen/Fräsen, Blechbaugruppen, Guss, Oberflächen, Montage. Regionale Fertiger und internationale Quellen werden je nach Stückzahl/Termin/Qualitätsanforderung kombiniert.

Wie stellt ihr Qualität bei externen Lieferanten sicher?

Klare Spezifikation, Zeichnung/STEP, Prüfmerkmale, Bemusterung wo nötig, und ein Verständnis für Prozessfähigkeit. “Ich hab’s schnell billig bestellt” zählt nicht als Strategie.

Ablauf, Termine, Kosten

Wie läuft ein typisches Projekt ab?

1) Klärung Anforderungen, 2) Konzept + Fertigungsstrategie, 3) CAD + Iteration, 4) Fertigung/Nacharbeit, 5) Montage/Integration, 6) Übergabe + Lessons Learned. Je nach Projektgröße in wenigen Tagen bis mehrere Wochen.

Arbeitet ihr mit Festpreis?

Bei klarer Spezifikation ja. Bei unklarer Lage ist Festpreis oft teuer für dich und riskant für uns. Dann besser: kurze, klar begrenzte Iterationspakete (Konzept-Sprint, Prototyp-Sprint, Serienvorbereitung).

Wie schnell könnt ihr liefern?

Wenn Daten sauber sind: schnell. Wenn erst Anforderungen fehlen oder Schnittstellen unklar sind: langsam, egal wer es macht. Geschwindigkeit entsteht aus Klarheit.

Was sind typische Kostentreiber?

Unklare Anforderungen, häufige Richtungswechsel, zu enge Toleranzen ohne Nacharbeitstrategie, falsches Material, fehlende Einbauraumdaten, sowie “wir brauchen es morgen” ohne Priorisierung.

Ergebnisübergabe & Dokumentation

Was bekomme ich am Ende?

Je nach Auftrag: Bauteil/Baugruppe, CAD-Daten (z. B. STEP), Zeichnung/Einbauskizze, Materialdefinition, ggf. Stückliste, und Hinweise zu Montage/Service.

Kann ich die Daten intern weiterverwenden?

Wenn du Auftraggeber bist: ja, im Rahmen der Vereinbarung. Bei Serien-/Skalierungsprojekten klären wir sauber, was dir gehört und was wir als Know-how behalten.

Referenzen, Zusammenarbeit

Wie bindet ihr ein?

Nicht als “Weiterreichen”, sondern als gezielte Ergänzung: Verfahren, Kapazität, spezielle Nacharbeit. Du hast einen Ansprech und ein konsistentes Ergebnis.

Habt ihr Referenzen?

Ja, siehe Referenzen. Wenn du etwas Spezifisches brauchst (z. B. Zuführung, Greifer, ESD), sag es – dann zeigen wir passende Beispiele, soweit es NDA-konform ist.

Arbeitet ihr auch mit bestehenden Lieferanten des Kunden?

Ja. Wenn dein Lieferant gut ist, nutzen wir ihn. Wichtig ist nur: klare Schnittstellen, Verantwortlichkeiten und ein realistischer Terminplan.

Kontakt

Wie starte ich am schnellsten?

Geh auf Projektanfrage und schick: STEP/Skizze, Funktion, Lasten/Umgebung, Stückzahl, Termin. Dann bekommst du eine klare Rückmeldung, ob es passt und wie wir es angehen.